Rüschenbeck-Räuber (30) muss für achteinhalb Jahre hinter Gitter


Der Räuber, der Juwelier Rüschenbeck ausraubte: Er muss für achteinhalb Jahre hinter Gitter! Die 6. Strafkammer des Landgericht Hagen verurteilte Aleksandar Z. (30) wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung. Er hatte am 17. Februar 2011 das Geschäft in der Mittelstraße in Hagen brutal überfallen und dabei Schmuck im Verkaufswert von mehr als 855.000 Euro erbeutet. Auch ein Raubüberfall auf die Kölner Münzstube am 8. August 2010 (Beute hier: Schmuck im Wert von 55.000 Euro) wurde abgerurteilt und ist im Strafmaß enthalten.

Besonders perfide an der Hagener Tat: Mittäter Nenad Vukovic (25), nach dem immer noch international gefahndet wird, hatte sich als behindert getarnt und sich vom Angeklagten in einem Rollstuhl ins Juweliergeschäft fahren lassen. Eine junge Rüschenbeck-Angestellte (damals 21 Jahre alt) hatte während des Überfalls länger als eine halbe Stunde gefesselt auf dem Boden liegen müssen und in dieser Zeit Todesängste ausgestanden. Sie wurde schwer traumatisiert und leidet bis heute, sechs Jahre später, an den schweren Folgen der Tat.

Oberstaatsanwalt: „Der Angeklagte ist ein Berufsverbrecher“

Spielschulden und Drogenprobleme hatte der Angeklagte als Grund dafür angegeben, warum er zum Schmuckräuber wurde. In seiner Heimatstadt Belgrad war er seinerzeit für Überfälle auf Juweliere in Deutschland angeworben worden. Im Sommer 2010 reiste er erstmals von Serbien in die Bundesrepublik ein.

Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli (Hagen) bezeichnete den Verurteilten als „kaltblütig“. Es gehöre zu seiner Profession, zu seinem Geschäftsmodell, schwere Straftaten zu begehen. Pauli: „Er ist nichts anderes als ein Berufsverbrecher.“